
In Tokio boomt die Krieger-Fitness: Um den überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen, greifen immer mehr Japanerinnen zum Samurai-Schwert - und sind begeistert.
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Pic via meanlikitty
“Was wäre, wenn alle Drachen in unserem Leben verzauberte Prinzessinen sind, die darauf warten, dass wir ihnen unseren Mut zeigen?”
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Training should be like a bloodless battle so that battle is just like bloody training.
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Heute Abend (20:15) auf VOX: Mel Gibson als schottischer Freiheitskämpfer. Historisch zwar völlig daneben, aber ungemein unterhaltsam.
Um es mit Popcorn and Chainmail zu sagen:
“Kilts!! Kilts!! Repeat after me: not before the 16th century!!!”
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weitere bei Cooley!
Die “Golden Books” ist eine Serie von Kinderbüchern, die seit 1942 veröffentlicht werden.
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Von Zeit zu Zeit seh’ ich den Alten gern,
Und hüte mich mit ihm zu brechen.
Es ist gar hübsch von einem großen Herrn
So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.
Das war auch bei mir gestern der Fall, denn ich war mal wieder in einem Esoterikladen. Hin und wieder besuche ich diesen Laden und frage mich kurz nach dem Öffnen der Tür: Wieso eigentlich?
Mit einem leisem Glockenspiel (orginal tibetanisch EUR 49,95) wird mein Erscheinen dem Wächter des Lichts angekündigt, ich betrete den kleinen Raum und mich durchzucken direkt zwei spontane Bedürfnisse:
- Das Fenster aufzureissen, um die angenehm frische Regenluft in diesen süßlich verräucherten Bunker zu lassen.
- Die plätschernde Esoterik-Dudelei aus dem CD Spieler gegen einen fetzigen Song zu tauschen.
Wenn so das seelige Paradies aussehen soll, dann möchte ich lieber tot über dem Lattenzaun hängen. Das Lächeln des Verkäufers ist bestimmt innerlich völlig ausgeglichen und er möchte mir Licht und Liebe zu rufen, für mich wirkt es aber in erster Linie unverbindlich und verlogen. Ich nicke ihm ebenso unverbindlich zu und schalte meinen MP3-Player wieder an. Wenn ich schon den Rauchbomben nicht ausweichen kann, dann doch wenigstens der akustischen Vergewaltung meiner Ohren. Diana Krall spielt sanft auf dem Piano und die Welt sieht tatsächlich etwas besser aus. Eher uninteressiert gehen ich an den Regalen mit dem überteuerten Zauberkram vorbei. Klangschalen, Räucherkessel, Kristalle. Einige der Steine sind sehr hübsch und ich bleibe stehen, um sie näher zu betrachten. Der Verkäufer wittert sein Geschäft und stellt sich unangenehm nah neben mich. Durch die das sanfte Pianospiel von Diana klingt eine quäckende Stimme:
“Die sind unglaublich energiereich, musst du wissen.”
Du? Ich kenne den Kerl doch gar nicht.
Ich schaue mir die Mamorkugel näher an. Made in China.
“Stimmt.”, sage ich zustimmend, “in China wird Mamor häufig in der Nähe von Uranmienen abgebaut. Da ist sicher einiges drin.”
Der Verkäufer schaut sich hektisch umher, ob auch keiner seiner anderen Kunden etwas gehört hat. Aber die sind völlig in ihrem Shopping-Nirvana und haben nichts mitbekommen.
“Wir beziehen nur von ausgesuchten Händler. Ich meinte spirituelle Energie! Mit der kann man wirklich gut arbeiten”.
Ich überlege mir kurz nachzufragen, woher er denn wissen will, dass ausgerechnet dieser Mamor anders sein soll, aber Dianas Stimme besänftigt mich nicht direkt Streit zu suchen. Statt dessen gebe ich einen undefinierbaren Laut von mir.
Eigentlich sollte dieser Laut Ignoranz ausdrücken, der Verkäufer wertet ihn aber als Zustimmung.
“Gerade in Verbindung mit Lichtarbeit kann man die Energien besonders gut einsetzen…” hebt er an.
“Haben sie eigentlich Ahnung von Physik?”, frage ich ihn unvermittelt.
“Äh, nein. Wieso?”
“Dachte ich mir, weil sie überhaupt keine Ahnung haben was Energie und Arbeit bedeutet. Wenn es ihnen schon an den Grundlagen fehlt, bezweifle ich sehr stark, dass sie genügend Sachkompetenz haben, um mich zu beraten.”
Auch wenn ich es auch nicht glauben will, aus dem ohnehin schon sehr bleichen und ungesund aussehenden Verkäufer geht noch etwas mehr Farbe aus dem Gesicht. Wieso sehen diese Verkäufer von Glück und Paradies eigentlich immer so schlecht aus? Und wieso bemerkt das niemand?
Anscheinend ist der gute Mann nun hin und her gerissen zwischen seiner inneren Ruhe, seiner Verkäufergier und einigen anderen energetisch schlechten Zuständen und schaut mich nur dümmlich an. Wahrscheinlich betet er nun einige Lichtmantras, um wieder auf den Boden zu kommen. Ich zucke mit den Schultern und gehe weiter zu den Bücherregalen. Mein eigentliches Ziel. Ich scanne kurz über die Rubriken, bis ich die gesuchte Ecke finde. Natürlich ganz unten, kaum erreichbar. Fast unter der Ladentheke werden dort Bücher über Yoga, Tai-Chi und ähnliches verkauft. Ich möchte fast sagen: Bücher von echten Lehrern. Ich schnappe mir ein Buch über die Geschichte des Yogas und vom Grabbeltisch ein runtergesetzes Werk über Kampfkunst.
Der Verkäufer hat mittlerweile den Rückzug angetreten und sich hinter der Theke verschanzt, wo er hektisch an einer sehr kleinen Teetasse schlürft. Dafür lächelt mich jetzt eine junge Dame an, deren Lächeln 10mal ehrlicher ist, als dass ihres Kollegen.
“Hi, die beiden?”, fragt sie rethorisch.
“Ja und bitte keine Räucherstäbchen-Probe. Mein Ungezieferproblem habe ich schon lange im Griff. Regelmässig duschen hilft viel besser habe ich festgestellt und blicke dabei auf die ungewaschenen Haare des Verkäufers.”
Sie grinst noch breiter.
“Ich kann das Zeug auch nicht ausstehen. Bekommt man nicht aus den Klamotten gewaschen.”, flüstert sie mir verschwörerisch zu.
Ich verpacke alles sorgfältig in meinen alten Militärrucksack und mache mich auf zu gehen.
“Moment noch, nächstes Wochenende ist ein Yoga-Seminar. Hast du vielleicht auch Lust dahin zu gehen?”, sie kramt in ihrer Handtasche.
Yoga interessiert mich eigentlich nur theoretisch, da mir dieses Verbiegen irgendwie unheimlich ist.Lächelnd hält sie mir einen verknickten Flyer entgegen. Dem Verkäufer scheint das gar nicht zu passen, wie man seiner Körpersprache unschwer entnehmen kann. Wahrscheinlich ist der Kurs nicht bei ihm lizensiert.
“Parallel dazu ist zwar auch ein Workshop vom Laden hier, aber den hier finde ich deutlich interesssanter”, sagt sie ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich grinse innerlich, gutes Mädel. Nur um den Verkäufer zu ärgern, nehme ich den Flyer an. Klingt tatsächlich interessant: Keine Energiearbeit, sondern Fakten, Geschichte, vernüftiger Preis und ein bodenständiger Kursleiter.
“Gerne, ich wollte damit immer schon mal anfangen.”
“Dann bis nächsten Samstag!”, ruft sie mir noch nach.
“Fly me to the moon” singt Diana gerade. Schau’n wir mal, denke ich mir.
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